Kreditkarte liegt auf einer Laptoptastatur, daneben ein Smartphone mit geöffneter Bestellseite
Conversion Optimierung

Sieben Gründe für Kaufabbrüche im Checkout und der passende Test

Der Warenkorb ist gefüllt, die Adresse eingetippt, und dann passiert nichts mehr. Für den Shop sieht dieser Abbruch aus wie ein einziges Ereignis, tatsächlich sind es sieben verschiedene Ereignisse mit sieben verschiedenen Ursachen. Wer sie nicht trennt, optimiert im Nebel.

Der übliche Reflex ist ein Rabattcode für Abbrecher. Der kostet Marge und behebt keine einzige Ursache, weil Menschen den Kauf selten wegen des Preises abbrechen, den sie zwei Klicks vorher akzeptiert haben. Sie brechen ab, weil im Bestellvorgang etwas auftaucht, mit dem sie nicht gerechnet haben.

Dieser Text ordnet den sieben häufigsten Ursachen jeweils eine Messgröße und ein Prüfverfahren zu. Am Ende steht keine Vermutung, sondern eine Zahl pro Ursache und eine Reihenfolge, in der repariert wird.

  • Erster Schritt: einen Trichter mit einem Ereignis pro Bestellschritt bauen
  • Zeitaufwand: ein halber Tag für die Messung, danach eine Stunde pro Woche
  • Trennung: Handy und Rechner werden getrennt ausgewertet, immer
  • Häufigster Einzelgrund: Kosten, die erst im letzten Schritt auftauchen
  • Günstigstes Verfahren: fünf Personen beim Bestellen zusehen
  • Was nicht hilft: ein fremder Durchschnittswert aus einer Branchenstudie

Die Abbruchrate im Checkout messen, bevor sie erklärt wird

Die Abbruchrate im Checkout ist keine einzelne Zahl, sondern eine Kette. Gemessen wird sie als Verhältnis zwischen dem Beginn des Bestellvorgangs und der abgeschlossenen Bestellung, aufgeschlüsselt nach jedem Zwischenschritt.

Dafür braucht es ein Ereignis pro Schritt: Bestellvorgang begonnen, Adresse abgeschickt, Versandart gewählt, Zahlart gewählt, Bestellung abgeschickt. Fünf Ereignisse reichen. Wer stattdessen nur Seitenaufrufe zählt, bekommt in Systemen mit einer einzigen Seite für alle Schritte gar keine Zwischenwerte.

Erst diese Kette macht die Ursachen sichtbar. Bricht die Kurve zwischen Versandart und Zahlart ein, liegt es an Kosten oder Lieferzeit. Bricht sie zwischen Zahlart und Abschluss ein, liegt es an der Zahlung selbst oder an einem Fehler in der Verarbeitung.

Warum fremde Durchschnittswerte hier nichts erklären

Abbruchquoten aus Branchenstudien schwanken erheblich, weil jede Erhebung anders zählt: mal ab dem gefüllten Warenkorb, mal ab dem ersten Schritt des Bestellvorgangs, mal einschließlich Suchmaschinen und Testzugriffen. Zwei Shops mit identischer Leistung landen so bei völlig verschiedenen Werten.

Nützlich ist stattdessen die eigene Zahl im Zeitverlauf. Eine Abbruchquote, die über acht Wochen stabil bleibt und nach einer Änderung um zwei Punkte fällt, sagt mehr als jeder Vergleich mit einem Durchschnitt, dessen Grundgesamtheit unbekannt ist.

Der zweite nützliche Vergleich ist der interne: Handy gegen Rechner, Neukunde gegen Bestandskunde, bezahlter Besuch gegen organischen. Diese vier Schnitte erklären in der Praxis mehr als jede externe Kennzahl.

Wichtig ist außerdem, Testzugriffe und automatisierte Aufrufe herauszurechnen. Ein Shop mit vielen Preisvergleichs- und Überwachungsdiensten sammelt Sitzungen, die nie eine Bestellung auslösen sollten, und verschiebt damit jede Quote nach unten.

Versandkosten tauchen erst im letzten Schritt auf

Das ist der Klassiker und in vielen Shops der größte Einzelposten. Der Preis auf der Produktseite wirkt niedrig, im Bestellvorgang kommen Versand, Zuschläge für sperrige Ware oder eine Mindermengengebühr dazu, und der Gesamtbetrag stimmt nicht mehr mit der Erwartung überein.

Messgröße: der Abbruchanteil genau zwischen dem Schritt, in dem die Versandkosten erstmals sichtbar werden, und dem folgenden. Zusätzlich die Differenz zwischen dem Warenkorbwert bei Abbruch und bei Abschluss.

Test: die Kosten früher zeigen. Ein Versandkostenhinweis auf der Produktseite und im Warenkorbfenster, nicht erst im zweiten Bestellschritt. Wer eine Freigrenze hat, zeigt den Restbetrag bis dorthin. Beides lässt sich vergleichen, ohne den Preis anzufassen.

Der Reflex, den Versand kostenlos zu machen, ist die teuerste Antwort auf diese Beobachtung. Sie wirkt fast immer, kostet aber dauerhaft Marge. Die günstigere Variante ist ein früher Hinweis, weil er die Überraschung entfernt und nicht die Einnahme.

Der Zwang zum Kundenkonto

Ein Konto anzulegen, um einmal etwas zu bestellen, ist für viele Käufer ein Abbruchgrund. Besonders deutlich zeigt sich das bei Geschenkkäufen, bei denen die Person ohnehin nicht wiederkommen wird.

Messgröße: der Anteil der Sitzungen, die an der Anmeldeseite enden, getrennt nach neuen und wiederkehrenden Besuchern. Ergänzend die Zahl der begonnenen und nicht abgeschlossenen Registrierungen.

Test: Bestellung als Gast anbieten und die Kontoanlage nach der Bestellung vorschlagen, mit den bereits eingegebenen Daten. Die Datenqualität leidet dabei weniger als erwartet, weil E-Mail und Adresse ohnehin erhoben werden.

Wer das Konto behalten will, prüft zuerst die Anmeldung selbst. Ein vergessenes Passwort führt in vielen Shops zu einem Wechsel ins Postfach, und dieser Wechsel ist der eigentliche Abbruchpunkt. Eine Anmeldung per Einmallink löst mehr als jede Umgestaltung des Formulars.

Das Formular fragt mehr ab, als der Versand braucht

Jedes zusätzliche Feld kostet Zeit und Aufmerksamkeit. Telefonnummer, Firma, Geburtsdatum, Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden: Felder, die aus einem alten Anforderungskatalog stammen und deren Antworten niemand mehr auswertet.

Messgröße: Zeit bis zum Absenden des Formulars und die Fehlerquote pro Feld. Beides liefert eine Formularanalyse. Interessant sind vor allem Felder, die überdurchschnittlich oft korrigiert oder leer gelassen werden.

Test: jedes Feld streichen, dessen Antwort in den letzten drei Monaten keine Entscheidung beeinflusst hat. Pflichtangaben bleiben, alles andere wird optional oder verschwindet. Wer die Telefonnummer für Speditionslieferungen braucht, fragt sie nur bei diesen Artikeln ab.

Die gewünschte Zahlart fehlt

Im deutschsprachigen Raum ist das ein realer Abbruchgrund und kein Detail. Wer nur Vorkasse und Kreditkarte anbietet, verliert einen Teil der Käufer an dieser Stelle, ohne es je in einer Fehlermeldung zu sehen.

Messgröße: Abbrüche im Schritt der Zahlartenauswahl, aufgeteilt nach angeklickter Zahlart. Zusätzlich die Zahl der Sitzungen, in denen die Auswahlseite geöffnet, aber keine Option gewählt wurde.

Test: eine zusätzliche Zahlart aufnehmen und über mindestens vier Wochen den Anteil an Bestellungen, die Abbruchquote und die Kosten je Bestellung nebeneinanderlegen. Jede Zahlart hat einen Preis, und der gehört in dieselbe Rechnung wie der Zuwachs.

Zu prüfen ist außerdem die Anzeige selbst. Zahlarten, die erst nach Eingabe der Adresse erscheinen, kommen für einen Teil der Käufer zu spät. Ein Hinweis auf die verfügbaren Zahlarten im Warenkorb kostet nichts und beantwortet die Frage, bevor sie zum Abbruch führt.

Der Liefertermin bleibt unklar

Im Herbst und Winter ist das der Grund, der am schnellsten wächst. Wer ein Geschenk kauft, braucht kein Datum als Wunsch, sondern eine Angabe, auf die er sich verlassen kann. Steht dort nur eine Spanne von drei bis sieben Werktagen, wird verglichen.

Messgröße: Abbrüche im Schritt der Versandart, getrennt nach Wochentag. Ein Anstieg gegen Ende der Woche ist ein Hinweis darauf, dass die angezeigte Lieferzeit das Wochenende nicht sauber berücksichtigt.

Test: ein konkretes Datum statt einer Spanne anzeigen, berechnet aus Bestellzeit, Lagerbestand und Versandtagen. Wer das nicht sauber berechnen kann, zeigt lieber eine ehrliche Spanne als ein Datum, das nicht hält.

Für Artikel mit längerer Beschaffungszeit gilt dasselbe in strenger Form. Eine Angabe wie derzeit nicht auf Lager ohne Termin führt sicher zum Abbruch, eine Angabe mit Datum und Rücktrittsmöglichkeit deutlich seltener. Die Ehrlichkeit an dieser Stelle spart im Januar Retouren und Beschwerden.

Unterbrechungen: Rabattfeld, Chatfenster, Einblendung

Ein leeres Feld für einen Gutscheincode ist eine Aufforderung, den Bestellvorgang zu verlassen und nach einem Code zu suchen. Ein Teil dieser Menschen kommt nicht zurück. Dasselbe gilt für Chatfenster, Newsletter-Einblendungen und Bewertungsabfragen im Bestellvorgang.

Messgröße: der Anteil der Sitzungen, in denen das Gutscheinfeld angeklickt und danach der Tab gewechselt oder der Vorgang abgebrochen wurde. Aufnahmen einzelner Sitzungen zeigen das Muster deutlicher als jede Kennzahl.

Test: das Gutscheinfeld einklappen und erst nach einem Klick öffnen, alle Einblendungen im Bestellvorgang abschalten. Der Vergleich läuft über den Anteil der Bestellungen mit Code und die Abbruchquote im selben Zeitraum.

Häufig übersehen wird die Navigation. Ein vollständiges Menü im Bestellvorgang lädt dazu ein, noch einmal in die Kategorien zurückzugehen. Ein reduzierter Kopfbereich mit Logo, Fortschrittsanzeige und Kontaktmöglichkeit reicht in diesem Abschnitt vollkommen aus.

Mobile Bedienfehler, die am Rechner niemand sieht

Zwei Hände tippen auf einem Smartphone, im Hintergrund unscharf ein Tisch mit Unterlagen

Am Handy bricht der Kauf an anderen Stellen ab: Ein Feld springt beim Tippen aus dem Bild, die Tastatur verdeckt den Weiter-Knopf, die Zahlartenauswahl liegt unter der sichtbaren Fläche, oder das Autofill füllt Straße und Hausnummer in dasselbe Feld.

Messgröße: derselbe Trichter, ausschließlich für mobile Sitzungen. Die Lücke zwischen mobiler und stationärer Abschlussquote ist die eigentliche Kennzahl, nicht der absolute Wert. Ergänzende Hinweise zur Bedienung liefert unser Beitrag zur mobilen Kundenansprache.

Test: den kompletten Bestellvorgang auf einem älteren Gerät mit kleinem Bildschirm durchspielen, einmal mit aktiviertem Autofill und einmal ohne. Zwanzig Minuten dafür bringen regelmäßig mehr als eine Woche Datenanalyse.

Die Zuordnung: Ursache, Messgröße, Test

Ursache Messgröße Passender Test
Kosten kommen spät Abbruch am Schritt mit den Versandkosten Kosten früher anzeigen
Kontozwang Abbruch an der Anmeldeseite bei Neukunden Gastbestellung anbieten
Zu viele Felder Ausfüllzeit und Fehlerquote je Feld Felder streichen oder optional machen
Fehlende Zahlart Abbruch im Schritt der Zahlartenauswahl eine Zahlart ergänzen
Unklare Lieferzeit Abbruch am Schritt der Versandart konkretes Datum statt Spanne
Unterbrechungen Klicks auf Gutscheinfeld ohne Abschluss Feld einklappen, Einblendungen aus
Mobile Bedienung Lücke zwischen mobiler und stationärer Quote Bedientest auf echtem Gerät

Die Tabelle ersetzt keine Diagnose, sie sortiert nur. Welche Zeile im eigenen Shop den größten Anteil trägt, entscheidet der Trichter aus dem ersten Abschnitt.

Welches Verfahren zu welcher Frage passt

Für die Frage, wo abgebrochen wird, reicht der Trichter. Für die Frage, warum, braucht es Beobachtung: Aufnahmen einzelner Sitzungen, eine Formularanalyse oder ein moderierter Test mit echten Personen.

Für die Frage, ob eine Änderung wirkt, braucht es einen Vergleich über die Zeit oder einen kontrollierten Test. Wer wenige Bestellungen pro Woche hat, wird mit einem klassischen A/B-Test keine belastbare Aussage bekommen und sollte stattdessen vorher und nachher über längere Zeiträume vergleichen.

Der Fehler, der die meiste Zeit kostet, ist die Verwechslung dieser drei Fragen. Ein Test beantwortet nicht, warum jemand abgebrochen hat, und eine Sitzungsaufnahme beweist nicht, dass eine Änderung wirkt. Weitere Ansätze zur Messung stehen in den zehn Techniken zur Conversion-Optimierung.

Fünf Personen sehen mehr als tausend Sitzungen

Zwei Personen sitzen vor einem Bildschirm, eine zeigt mit dem Finger auf eine geöffnete Seite

Ein moderierter Bedientest ist das günstigste Verfahren im ganzen Werkzeugkasten. Fünf Personen, die den Shop nicht kennen, bekommen eine konkrete Aufgabe und werden beim Bestellen beobachtet. Kein Eingreifen, keine Erklärung, nur zusehen und mitschreiben.

Wichtig ist die Aufgabe: nicht kaufen Sie etwas, sondern kaufen Sie ein Geschenk für Ihren Vater bis vierzig Euro, das vor Weihnachten ankommt. Diese Formulierung erzeugt genau die Fragen, an denen echte Käufer scheitern.

Erwartungsgemäß wiederholen sich die Beobachtungen ab der dritten Person. Was zwei von fünf Personen stolpern lässt, ist ein echtes Problem und muss nicht statistisch abgesichert werden, bevor es behoben wird.

Die Teilnehmenden müssen keine Kunden sein. Nachbarn, Bekannte aus einem anderen Team oder Familienmitglieder reichen, solange sie den Shop nicht kennen. Wichtig ist nur, dass niemand aus dem Projekt danebensitzt und erklärt, wie es gemeint war.

Was rechtlich ohnehin feststeht

Ein Teil der Gestaltung ist keine Testfrage, sondern Vorgabe. Vor dem Absenden der Bestellung müssen die wesentlichen Merkmale, der Gesamtpreis, Versandkosten und gegebenenfalls die Laufzeit unmittelbar über der Schaltfläche stehen, und die Schaltfläche selbst muss eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisen.

Dazu kommen die Angabe des Gesamtpreises einschließlich Umsatzsteuer, ein Hinweis auf zusätzlich anfallende Versandkosten und die Belehrung über das Widerrufsrecht. Eine Übersicht aus Verbrauchersicht bietet die Verbraucherzentrale.

Diese Punkte sind nicht verhandelbar und ersetzen keine anwaltliche Prüfung des eigenen Shops. Der Text hier ordnet ein, wo die Grenze zwischen Gestaltungsfreiheit und Pflichtangabe verläuft, mehr nicht.

Womit begonnen wird und was warten kann

  1. Den Trichter aufsetzen und zwei Wochen laufen lassen, bevor irgendetwas geändert wird.
  2. Den Schritt mit dem größten Absprung identifizieren, getrennt für Handy und Rechner.
  3. Fünf Personen an genau diesem Schritt beobachten und die Beobachtungen notieren.
  4. Die billigste Änderung zuerst umsetzen, meist ist das eine Textänderung oder ein Feld weniger.
  5. Zwei Wochen messen, dann die nächste Ursache angehen, nicht zwei gleichzeitig.
  6. Vor der Hochsaison keine Änderung mehr an der Zahlungsanbindung vornehmen.

Der sechste Punkt ist der unbeliebteste und der wichtigste. Eine Umstellung an der Zahlung im November ist das einzige Risiko in dieser Liste, das einen ganzen Aktionstag kosten kann.

Vertrauen ist kein eigener Grund, sondern ein Verstärker

Siegel, Bewertungen und Rückgabehinweise bringen selten allein eine Bestellung. Sie wirken dort, wo ohnehin gezögert wird, also genau an den sieben beschriebenen Stellen. Ein Siegel neben dem Bestellknopf ersetzt keine fehlende Zahlart.

Sinnvoll platziert sind Vertrauenssignale deshalb an den gemessenen Absprungpunkten, nicht im Fußbereich. Wie stark Bewertungen und Empfehlungen auf Kaufentscheidungen wirken, ordnet unser Beitrag zu Bewertungen und Kaufverhalten ein.

Die Reihenfolge bleibt trotzdem: erst die Reibung entfernen, dann die Bestätigung hinzufügen. Umgekehrt entsteht ein Bestellvorgang, der voller Beruhigungssignale steckt und trotzdem an einem verdeckten Knopf scheitert.

Häufige Fragen

Ab wie vielen Bestellungen lohnt sich ein A/B-Test im Bestellvorgang?

Als grobe Grenze: unter etwa hundert Bestellungen pro Woche dauert ein sauberer Test so lange, dass sich die Bedingungen währenddessen ändern. Darunter ist der Vergleich über längere Zeiträume das ehrlichere Verfahren.

Sollte der Bestellvorgang auf eine Seite oder auf mehrere?

Beides funktioniert. Entscheidend ist, dass der Fortschritt sichtbar ist und dass jeder Schritt einzeln gemessen wird. Eine einzelne Seite ohne Zwischenereignisse macht jede Diagnose unmöglich.

Hilft eine E-Mail an Abbrecher?

Sie holt einen Teil zurück, behebt aber keine Ursache. Sinnvoll ist sie als Ergänzung, nachdem die ersten beiden Ursachen behoben sind, und nur mit einer sauberen Rechtsgrundlage für den Versand.

Wie lange sollte ein Bedientest dauern?

Zwanzig bis dreißig Minuten pro Person reichen. Länger wird es unpräzise, weil die Testperson beginnt, Verbesserungen vorzuschlagen, statt einfach zu bestellen.

Was ist mit Abbrüchen durch fehlgeschlagene Zahlungen?

Die gehören getrennt gezählt, weil sie eine technische Ursache haben. Ein Anstieg abgelehnter Zahlungen deutet auf ein Problem beim Anbieter oder auf eine zu strenge Betrugsprüfung hin, nicht auf die Gestaltung des Bestellvorgangs.

Muss die Abbruchquote in der Hochsaison steigen?

Sie steigt in vielen Shops, weil mehr Menschen ohne Kaufabsicht vorbeischauen. Deshalb wird sie im Dezember nicht mit dem Vorjahresmonat, sondern mit dem Dezember des Vorjahres verglichen.

Sieben Ursachen, sieben Messgrößen, eine Reihenfolge. Wer die Kette einmal sauber aufgesetzt hat, diskutiert im nächsten Herbst nicht mehr über Vermutungen, sondern über den Schritt mit dem größten Absprung.

Sonja Reinartz kommt aus der Webanalyse und begleitet Testprogramme in Onlineshops. Sie interessiert sich für Checkout-Abbrüche, Testdesign bei kleinem Traffic und die Frage, welche Zahl eine Entscheidung wirklich trägt. Rechtliche Vorgaben behandelt sie als Teil der Nutzerführung, nicht als Anhang.