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Content-Marketing

Content-Audit durchführen: Bestehende Inhalte bewerten

Über die Zeit sammeln sich auf einer Website oft zahlreiche Inhalte an: Beiträge, Seiten und Texte, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Zielen erstellt wurden. Nicht alle davon sind gleichermaßen aktuell, relevant oder hilfreich. Ein Content-Audit – also die systematische Bewertung der bestehenden Inhalte – hilft dabei, den Überblick zu gewinnen und fundierte Entscheidungen über den weiteren Umgang mit ihnen zu treffen. Als Online-Marketing-Berater mit Schwerpunkt SEO und Content-Strategie möchte ich hier erläutern, worauf es bei einem Content-Audit ankommt – sachlich und ohne die Illusion schneller Wundermittel.

In diesem Leitfaden von Gedankensturm erkläre ich, was ein Content-Audit ist, warum er sinnvoll ist, wie man dabei vorgeht, nach welchen Kriterien man Inhalte bewertet und welche Entscheidungen sich daraus ergeben können. Wichtiger Hinweis vorab: Es gibt keine Garantie dafür, dass bestimmte Maßnahmen zu bestimmten Ergebnissen führen. Ein Content-Audit ist ein Instrument zur besseren Orientierung, kein Erfolgsversprechen. Dieser Beitrag versteht sich als allgemeine, informative Anleitung.

Was ein Content-Audit ist

Ein Content-Audit ist die systematische Erfassung und Bewertung der bestehenden Inhalte einer Website. Ziel ist es, einen Überblick darüber zu gewinnen, welche Inhalte vorhanden sind, in welchem Zustand sie sich befinden und wie gut sie ihren Zweck erfüllen.

Im Kern geht es beim Content-Audit darum, die vorhandenen Inhalte nicht einfach als gegeben hinzunehmen, sondern sie bewusst zu betrachten und zu beurteilen. Über die Zeit entstehen auf vielen Websites Inhalte unterschiedlicher Qualität, Aktualität und Relevanz, und ohne eine gezielte Bestandsaufnahme verliert man leicht den Überblick. Ein Content-Audit schafft diese Übersicht und bildet die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Es handelt sich dabei nicht um eine einmalige Aufräumaktion, sondern um eine strukturierte Auseinandersetzung mit dem eigenen Content-Bestand. Ein grundlegendes Verständnis davon, was ein Content-Audit leistet, ist die Voraussetzung, um ihn sinnvoll durchzuführen und seinen Nutzen zu erkennen.

Warum ein Content-Audit sinnvoll ist

Ein Content-Audit ist aus mehreren Gründen sinnvoll. Er hilft, den Überblick über den eigenen Content-Bestand zu gewinnen, veraltete oder wenig hilfreiche Inhalte zu identifizieren und Potenziale für Verbesserungen zu erkennen. Auf diese Weise unterstützt er eine bewusste und strukturierte Content-Strategie.

Ohne einen Überblick über die bestehenden Inhalte besteht die Gefahr, dass veraltete, redundante oder wenig relevante Inhalte unbemerkt bleiben und das Gesamtbild einer Website beeinträchtigen. Ein Content-Audit macht solche Inhalte sichtbar und ermöglicht es, gezielt zu entscheiden, wie mit ihnen umzugehen ist. Zugleich hilft er, Inhalte zu erkennen, die grundsätzlich wertvoll sind, aber von einer Aktualisierung oder Verbesserung profitieren könnten. Darüber hinaus kann ein Content-Audit Lücken aufzeigen, also Themen, die bislang nicht oder nur unzureichend behandelt wurden. Diese Erkenntnisse bilden eine solide Grundlage für die weitere Content-Planung. Wer den Nutzen eines Content-Audits versteht, erkennt, dass er weit mehr ist als eine bloße Aufräumaktion – er ist ein Instrument, um die eigene Content-Strategie auf eine informierte Basis zu stellen.

Eine vollständige Bestandsaufnahme erstellen

Der erste Schritt eines Content-Audits ist eine möglichst vollständige Bestandsaufnahme der vorhandenen Inhalte. Nur wer weiß, welche Inhalte überhaupt existieren, kann sie sinnvoll bewerten und Entscheidungen über sie treffen.

Bei der Bestandsaufnahme geht es darum, die vorhandenen Inhalte systematisch zu erfassen und zu dokumentieren. Dabei sollte man möglichst vollständig vorgehen und keine Inhalte übersehen, denn gerade ältere oder weniger sichtbare Inhalte werden leicht vergessen. Eine strukturierte Erfassung hilft, einen klaren Überblick zu gewinnen und die Grundlage für die weitere Bewertung zu schaffen. Es kann sinnvoll sein, die erfassten Inhalte mit einigen grundlegenden Informationen zu versehen, etwa dazu, worum es geht und wann sie erstellt wurden. Diese Übersicht erleichtert die anschließende Beurteilung erheblich. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme mag zunächst aufwendig erscheinen, ist aber die unverzichtbare Grundlage eines aussagekräftigen Content-Audits. Ohne einen vollständigen Überblick bleibt jede weitere Bewertung lückenhaft.

Inhalte nach Relevanz bewerten

Ein zentrales Kriterium bei der Bewertung von Inhalten ist ihre Relevanz. Dabei geht es um die Frage, wie gut ein Inhalt zu den Zielen der Website, den Bedürfnissen der Zielgruppe und dem aktuellen thematischen Fokus passt.

Ein Inhalt kann grundsätzlich gut gemacht sein und dennoch an Relevanz verloren haben, etwa weil sich die Ausrichtung der Website oder die Bedürfnisse der Zielgruppe verändert haben. Umgekehrt kann ein Inhalt hochrelevant sein, auch wenn er nicht mehr ganz neu ist. Bei der Bewertung der Relevanz sollte man daher prüfen, inwieweit ein Inhalt noch zu den aktuellen Zielen und zur Zielgruppe passt. Inhalte, die nach wie vor relevant sind, verdienen besondere Aufmerksamkeit, während wenig relevante Inhalte kritisch hinterfragt werden sollten. Diese Bewertung der Relevanz hilft, den Content-Bestand auf das auszurichten, was für die eigenen Ziele und die Zielgruppe tatsächlich von Bedeutung ist. Sie ist ein wichtiger Schritt, um zwischen Inhalten zu unterscheiden, die weiterhin einen Beitrag leisten, und solchen, die dies nicht mehr tun.

Aktualität und Qualität prüfen

Neben der Relevanz sind die Aktualität und die Qualität wichtige Kriterien bei der Bewertung von Inhalten. Beide Aspekte beeinflussen maßgeblich, wie gut ein Inhalt seinen Zweck erfüllt und welchen Eindruck er bei den Nutzern hinterlässt.

Die Aktualität betrifft die Frage, ob die in einem Inhalt enthaltenen Informationen noch zutreffend und zeitgemäß sind. Gerade in Bereichen, die sich schnell verändern, können Inhalte veralten und dadurch an Wert verlieren oder sogar irreführend werden. Solche Inhalte sollten identifiziert und gegebenenfalls aktualisiert werden. Die Qualität wiederum betrifft die inhaltliche Substanz, Verständlichkeit und Sorgfalt eines Inhalts. Ein qualitativ hochwertiger Inhalt bietet den Nutzern einen echten Mehrwert, während ein oberflächlicher oder schlecht aufbereiteter Inhalt wenig hilfreich ist. Bei der Bewertung sollte man daher sowohl die Aktualität als auch die Qualität kritisch prüfen und ehrlich beurteilen, ob ein Inhalt den eigenen Ansprüchen noch genügt. Diese Prüfung ist entscheidend, um den Content-Bestand auf einem guten Niveau zu halten.

Leistung und Nutzung einbeziehen

Bei der Bewertung von Inhalten kann es hilfreich sein, auch deren Leistung und Nutzung zu berücksichtigen – also die Frage, wie Inhalte von den Nutzern angenommen werden. Solche Informationen können zusätzliche Hinweise für die Beurteilung liefern.

Daten zur Nutzung von Inhalten geben Anhaltspunkte dafür, welche Inhalte auf Interesse stoßen und welche kaum Beachtung finden. Solche Informationen können bei der Bewertung nützlich sein, sollten aber mit Bedacht interpretiert werden. Eine geringe Nutzung bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Inhalt schlecht ist, ebenso wenig wie eine hohe Nutzung automatisch für Qualität steht. Zahlen und Daten sind ein Hinweis, aber keine alleinige Entscheidungsgrundlage. Sie sollten im Zusammenhang mit den übrigen Kriterien wie Relevanz, Aktualität und Qualität betrachtet werden. Wer Leistung und Nutzung als einen von mehreren Aspekten einbezieht, gewinnt ein umfassenderes Bild, ohne sich allein auf Zahlen zu verlassen. Diese ausgewogene Betrachtung schützt vor voreiligen Schlüssen und trägt zu fundierteren Entscheidungen bei.

Entscheidungen über Inhalte treffen

Auf Grundlage der Bewertung lassen sich Entscheidungen darüber treffen, wie mit den einzelnen Inhalten umzugehen ist. Grundsätzlich kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht: Inhalte können beibehalten, aktualisiert, überarbeitet, zusammengeführt oder gegebenenfalls entfernt werden.

Inhalte, die nach wie vor relevant, aktuell und hochwertig sind, können unverändert bleiben. Solche, die grundsätzlich wertvoll sind, aber an Aktualität oder Qualität eingebüßt haben, bieten sich für eine Aktualisierung oder Überarbeitung an. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, mehrere ähnliche Inhalte zusammenzuführen, um Redundanzen zu vermeiden und ein stimmigeres Bild zu schaffen. Inhalte, die weder relevant noch von Wert sind, können unter Umständen entfernt werden – wobei solche Entscheidungen sorgfältig abzuwägen sind, da das Entfernen von Inhalten auch Auswirkungen haben kann. Welche Entscheidung im Einzelfall die richtige ist, hängt von der jeweiligen Situation ab und sollte auf Basis der zuvor durchgeführten Bewertung getroffen werden. Diese durchdachten Entscheidungen sind das eigentliche Ergebnis eines Content-Audits und bilden die Grundlage für einen bewussten Umgang mit dem eigenen Content-Bestand.

Prioritäten setzen und realistisch bleiben

Ein Content-Audit kann, gerade bei umfangreichen Websites, viel Arbeit bedeuten und zahlreiche mögliche Maßnahmen aufzeigen. Umso wichtiger ist es, Prioritäten zu setzen und realistisch zu bleiben, statt alles auf einmal umsetzen zu wollen.

Nicht jede identifizierte Maßnahme ist gleich dringend oder gleich wichtig. Es ist sinnvoll, die Ergebnisse des Audits nach ihrer Bedeutung zu ordnen und sich zunächst auf die Punkte zu konzentrieren, die den größten Nutzen versprechen oder am dringlichsten sind. Ein realistischer Blick auf die eigenen Ressourcen hilft, sich nicht zu übernehmen und die Umsetzung überschaubar zu halten. Es ist besser, schrittweise und gezielt vorzugehen, als sich mit zu vielen Vorhaben gleichzeitig zu überfordern. Dabei sollte man auch bedenken, dass die Umsetzung Zeit braucht und nicht sofort zu sichtbaren Ergebnissen führt. Wer Prioritäten setzt und realistisch bleibt, kann die Erkenntnisse eines Content-Audits nach und nach sinnvoll umsetzen, ohne den Überblick oder die Motivation zu verlieren. Diese besonnene Herangehensweise ist entscheidend für den nachhaltigen Nutzen eines Audits.

Content-Audit als wiederkehrende Aufgabe

Ein Content-Audit ist kein einmaliges Projekt, sondern lässt sich als wiederkehrende Aufgabe verstehen. Da ständig neue Inhalte entstehen und bestehende Inhalte altern, lohnt es sich, den Content-Bestand in gewissen Abständen erneut zu betrachten.

Nach einem ersten Content-Audit entstehen mit der Zeit wieder neue Inhalte, und die bereits vorhandenen verändern sich in ihrer Relevanz und Aktualität. Ein einmaliger Audit schafft zwar zunächst Überblick und Klarheit, doch dieser Zustand bleibt nicht dauerhaft erhalten. Deshalb ist es sinnvoll, in gewissen Abständen erneut eine Bestandsaufnahme und Bewertung vorzunehmen, um den Content-Bestand kontinuierlich gepflegt zu halten. Ein Content-Audit als wiederkehrende Aufgabe zu verstehen bedeutet, die eigene Content-Strategie fortlaufend zu überprüfen und anzupassen. Wie häufig ein solcher Audit sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Situation und dem Umfang der Website ab. Wichtig ist die grundsätzliche Bereitschaft, den Content-Bestand nicht nur einmal, sondern immer wieder bewusst zu betrachten und zu pflegen.

Vergleich: vernachlässigter und gepflegter Content-Bestand

Aspekt Vernachlässigt Regelmäßig geprüft
Überblick Unklar Strukturiert
Veraltete Inhalte Unbemerkt Identifiziert
Bewertung Fehlt Nach Relevanz, Aktualität, Qualität
Entscheidungen Zufällig Fundiert und priorisiert
Pflege Einmalig oder nie Wiederkehrend

Häufige Fehler bei einem Content-Audit

Ein häufiger Fehler besteht darin, keine vollständige Bestandsaufnahme zu erstellen und ältere oder weniger sichtbare Inhalte zu übersehen, wodurch die Bewertung lückenhaft bleibt. Ebenso problematisch ist es, Inhalte nur nach einem einzigen Kriterium zu beurteilen, etwa allein nach Zahlen, statt Relevanz, Aktualität und Qualität gemeinsam zu betrachten.

Ein weiterer Fehler ist es, sich zu sehr auf Nutzungsdaten zu verlassen und daraus voreilige Schlüsse zu ziehen, ohne diese im Zusammenhang mit anderen Kriterien zu interpretieren. Auch das unüberlegte Entfernen von Inhalten, ohne die möglichen Auswirkungen zu bedenken, kann problematisch sein. Schließlich ist es ein Fehler, alle identifizierten Maßnahmen auf einmal umsetzen zu wollen, statt Prioritäten zu setzen, oder den Content-Audit als einmalige Aufgabe zu betrachten, statt ihn wiederkehrend durchzuführen. Wer diese Fehler vermeidet und besonnen sowie strukturiert vorgeht, schafft eine solide Grundlage für einen gepflegten Content-Bestand – ohne dabei garantierte Ergebnisse zu erwarten.

Häufige Fragen

Was ist ein Content-Audit?

Ein Content-Audit ist die systematische Erfassung und Bewertung der bestehenden Inhalte einer Website. Ziel ist es, einen Überblick darüber zu gewinnen, welche Inhalte vorhanden sind, in welchem Zustand sie sich befinden und wie gut sie ihren Zweck erfüllen. Im Kern geht es darum, die vorhandenen Inhalte nicht einfach als gegeben hinzunehmen, sondern sie bewusst zu betrachten und zu beurteilen. Über die Zeit entstehen auf vielen Websites Inhalte unterschiedlicher Qualität, Aktualität und Relevanz, und ohne eine gezielte Bestandsaufnahme verliert man leicht den Überblick. Ein Content-Audit schafft diese Übersicht und bildet die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Dieser Beitrag versteht sich als allgemeine, informative Anleitung.

Warum lohnt sich ein Content-Audit?

Ein Content-Audit hilft, den Überblick über den eigenen Content-Bestand zu gewinnen, veraltete oder wenig hilfreiche Inhalte zu identifizieren und Potenziale für Verbesserungen zu erkennen. Ohne einen solchen Überblick bleiben veraltete, redundante oder wenig relevante Inhalte leicht unbemerkt und können das Gesamtbild einer Website beeinträchtigen. Ein Audit macht solche Inhalte sichtbar und ermöglicht gezielte Entscheidungen. Zugleich hilft er, Inhalte zu erkennen, die von einer Aktualisierung profitieren könnten, und kann thematische Lücken aufzeigen. Diese Erkenntnisse bilden eine solide Grundlage für die weitere Content-Planung. Ein Content-Audit ist damit weit mehr als eine Aufräumaktion – er stellt die eigene Content-Strategie auf eine informierte Basis.

Nach welchen Kriterien bewertet man Inhalte?

Wichtige Kriterien sind die Relevanz, die Aktualität und die Qualität. Die Relevanz betrifft die Frage, wie gut ein Inhalt zu den Zielen der Website und den Bedürfnissen der Zielgruppe passt. Die Aktualität betrifft, ob die enthaltenen Informationen noch zutreffend und zeitgemäß sind. Die Qualität betrifft die inhaltliche Substanz, Verständlichkeit und Sorgfalt. Zusätzlich kann man Leistung und Nutzung einbeziehen, also wie Inhalte von den Nutzern angenommen werden – allerdings mit Bedacht, da Zahlen allein keine ausreichende Entscheidungsgrundlage sind. Diese Kriterien sollten gemeinsam betrachtet werden, um ein umfassendes Bild zu gewinnen und fundierte Entscheidungen zu treffen, statt sich auf einen einzelnen Aspekt zu verlassen.

Was macht man mit den bewerteten Inhalten?

Auf Grundlage der Bewertung lassen sich verschiedene Entscheidungen treffen: Inhalte können beibehalten, aktualisiert, überarbeitet, zusammengeführt oder gegebenenfalls entfernt werden. Inhalte, die relevant, aktuell und hochwertig sind, können unverändert bleiben. Solche, die an Aktualität oder Qualität eingebüßt haben, bieten sich für eine Überarbeitung an. Mehrere ähnliche Inhalte lassen sich unter Umständen zusammenführen, um Redundanzen zu vermeiden. Inhalte ohne Relevanz oder Wert können unter Umständen entfernt werden, wobei solche Entscheidungen sorgfältig abzuwägen sind, da das Entfernen Auswirkungen haben kann. Welche Entscheidung im Einzelfall richtig ist, hängt von der Situation ab und sollte auf Basis der Bewertung getroffen werden. Diese durchdachten Entscheidungen sind das eigentliche Ergebnis eines Content-Audits.

Wie oft sollte man einen Content-Audit durchführen?

Ein Content-Audit ist kein einmaliges Projekt, sondern lässt sich als wiederkehrende Aufgabe verstehen. Da ständig neue Inhalte entstehen und bestehende Inhalte altern, lohnt es sich, den Content-Bestand in gewissen Abständen erneut zu betrachten. Ein einmaliger Audit schafft zunächst Überblick, doch dieser Zustand bleibt nicht dauerhaft erhalten. Deshalb ist es sinnvoll, in gewissen Abständen erneut eine Bestandsaufnahme und Bewertung vorzunehmen. Wie häufig dies sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Situation und dem Umfang der Website ab und lässt sich nicht pauschal festlegen. Wichtig ist die grundsätzliche Bereitschaft, den Content-Bestand nicht nur einmal, sondern immer wieder bewusst zu betrachten und zu pflegen.

Sollte man wenig genutzte Inhalte immer entfernen?

Nein, eine geringe Nutzung bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Inhalt entfernt werden sollte. Daten zur Nutzung sind ein Hinweis, aber keine alleinige Entscheidungsgrundlage. Eine geringe Nutzung bedeutet nicht automatisch, dass ein Inhalt schlecht oder wertlos ist – sie sollte im Zusammenhang mit den übrigen Kriterien wie Relevanz, Aktualität und Qualität betrachtet werden. Ein wenig genutzter Inhalt kann dennoch relevant und hochwertig sein. Zudem sollte das Entfernen von Inhalten stets sorgfältig abgewogen werden, da es auch Auswirkungen haben kann. Statt vorschnell zu löschen, ist es sinnvoll, jeden Inhalt anhand mehrerer Kriterien zu beurteilen und die passende Entscheidung – beibehalten, überarbeiten, zusammenführen oder entfernen – bewusst zu treffen.

Fazit

Ein Content-Audit ist ein wertvolles Instrument, um den Überblick über den eigenen Content-Bestand zu gewinnen und fundierte Entscheidungen über den weiteren Umgang mit Inhalten zu treffen. Im Kern geht es darum, die bestehenden Inhalte systematisch zu erfassen und bewusst zu bewerten, statt sie einfach als gegeben hinzunehmen. Ausgangspunkt ist eine möglichst vollständige Bestandsaufnahme, gefolgt von einer Bewertung nach Kriterien wie Relevanz, Aktualität und Qualität, ergänzt gegebenenfalls durch Informationen zur Nutzung, die jedoch mit Bedacht zu interpretieren sind. Auf dieser Grundlage lassen sich Entscheidungen treffen – Inhalte beibehalten, aktualisieren, zusammenführen oder gegebenenfalls entfernen. Dabei ist es wichtig, Prioritäten zu setzen, realistisch zu bleiben und den Content-Audit als wiederkehrende Aufgabe zu verstehen. Ein Content-Audit ist kein Wundermittel, sondern eine strukturierte Grundlage für einen bewussten Umgang mit Inhalten. Es gibt keine Garantie dafür, dass bestimmte Maßnahmen zu bestimmten Ergebnissen führen. Dieser Beitrag versteht sich als allgemeine, informative Anleitung.

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David Müller ist Online-Marketing-Berater mit Schwerpunkt SEO und Content-Strategie. Er hat zwölf Jahre Agenturerfahrung in Hamburg und München, war Speaker auf der SEOkomm und schreibt für t3n, OMR und Internet World Business über GEO, technisches SEO und KI-getriebene Content-Produktion.